Kabir Bedi hat Salgaris Bücer nie gelesen
Turin, 14. März 2008
Die Emanzipation eines Volkes geht auch über der Kino.
So Kabir Bedi, Dozent für einen Tag an der 'Universität von Turin, wo es auch einige Einblicke in sein letztes Werk 'Taj Mahal' gab. Bollywood (Wortspiel aus Hollywood und Bombay) ist das Markenzeichen des Erfolgs des neuen Indiens - sagte Kabir Bedi - das seinen Platz in der internationalen Gemeinschaft gefunden hat, nicht mehr ausschließlich durch Armut, sondern durch Informatik, der Zukunft und das Kino ist eine Kunst mit starkem sozialen Touch'.
„Salgari? Ich habe seine Bücher nie gelesen, nicht einmal Sandokan”.
Kabir Bedi, der Darsteller des Schwarzen Korsaren, gibt den italienischen und indischen Studenten ehrliche Antworten während seines Vortrages im großen Hörsaal der Universität von Turin, der Stadt, in Salgari von 1892 bis zu seinem Tod 1911 gelebt hat. „Zur Zeit der Dreharbeiten 1976 war mein Italienisch nicht so gut" — fährt der Schauspieler fort, der aufgrund eines Programmes im Rahmen der italienisch-indischen Zusammenarbeit die von den Ministerien im Osten und der Universität organisiert wurde, nach Turin gekommen ist. Heute spreche ich die Sprache gut, Italien ist, wie Bombay und London, mein Hauptsitz."
Der Schauspieler, der heute auch Produzent ist, spricht über die zunehmende Stärke des indischen Kinos: „Indien ist bereit für den Oscar, Hollywood dagegen nicht" — erläutert Bedi, der unter den Juroren der Akademie ist, welche die Auszeichnung vergibt. „Es gibt hier viele neue Regisseure, die es geschafft haben zu erzählen, dass das heutige Indien auch mit Minirock und Informatik ausgestattet ist."
Etwa 300 Filme bringt Bollywood heraus um einem öffentlichen Publikum von etwa 15 Millionen Zuschauern täglich gerecht zu werden. „Das Kino ist in Indien, aber auch für die 20 Millionen Inder, die im Ausland leben, vor allem Flucht: es erzählt von einer besseren Welt, einem Traum“. Wie Bedi sagte repräsentiert es schließlich auch die nationale Einheit, wie der Fußball für die Italiener. Nicht zu vergessen ist Bollywood auch das Symbol der interreligiösen Toleranz, 4 der 5 größten Stars Star sind tatsächlich Moslems." Beim italienischen Kino schätzt Bedi Tornatore und Muccino, aber auch Marco Ponti “sie haben die Möglichkeiten zu großen Produktionen” so wie die, an der er selbst 2004 in Turin mitgewirkt hat “Andata+Ritorno”. Der indische Schauspieler ist gemeinsam mit Daniela Giordano Sprecher in Ch@t auf Radiodue und bekräftigt die Verbindungen unseres Landes mit den jungen Indern: „Ihr habt hier viele Möglichkeiten und erfahrt keinerlei Diskriminierung. Auch Indien bietet jungen Italienern viel", schließt Bedi.
Quelle: Kataweb.it