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Onlinepresse

4. März 2008

Kabir Bedi zeigt sich über die diesjährige Oscar Verleihung enttäuscht



Kabir Bedi „Ich denke, es ist die enttäuschendste Oscar Verleihung aller Zeiten. Keiner der Filme ist von dem Kaliber, das man vom Oscar erwarten würde", sagt Kabir Bedi, Mitglied der dortigen Motion Picture Arts and Sciences. Zwar bestätigt er, dass es vereinzelt große Darbietungen gab. „Ich meine, dass der britische Schauspieler Daniel Day-Lewis, der den Oscar für There Will Be Blood erhielt, sehr gut war. Alle einzelnen Darbietungen, außer der der Nebendarstellerin waren ausgezeichnet. Was ich skandalös finde, ist, dass Elizabeth: The Golden Age keinen Preis für den Film oder für die Regie erhielt. Shekhar Kapurs Film war dem mittelmäßigen Konkurrenten haushoch überlegen", behauptet er.

Natürlich ist Bedi froh, daß es indische Beziehungen zu den Gewinnern gab - Elizabeth für die besten Kostüme und Ratatouille für die beste Animation, durch den aus Indien stammenden Animationskünstler Apurva Shah. „Ich habe sie beide beglückwünscht", lächelt er.

Und dann kommt die unvermeidliche Frage auf, was bei der Auswahl Indiens zu Filmen für den Oscar falsch lief? Oder, wie Mira Nair behauptet hat, ist man dort voreingenommen? Kabir: „Ich denke nein, weil viele der Oscar Gewinner auch Nicht-Amerikaner gewesen sind. Eher geht es in eine konservarive Richtung oder eine, die auch unabhängigen Filmen, die keine Unterstützung durch Studios erhalten entgegenläuft."

Und für indische Filme, die versuchen, einen Platz in der Kategorie ausländischer Film zu finden, sagt Bedi: „Sie müssen eine gute PR und ein hohes Werbebudget haben, um die Jurymitglieder auf sich aufmerksam zu machen. Außerdem muss der Film eine universelle Nachricht übermitteln, anstatt sich auf die Sensibilität des eigenen Land zu beschränken.“

Quelle: Times of India